6. März 2018

Barbara Spaniol: Grund- und Gemeinschaftsschulen brauchen mehr Unterstützung

Mehr als die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler der Grundschule Lebach (52 Prozent) beherrschen die deutsche Sprache nicht oder nicht ausreichend. An der Grundschule Saarbrücken-Wallenbaum sind es 43 Prozent, an der Grundschule Neunkirchen-Bachstraße 37 Prozent. Auch an Gemeinschaftsschulen ist der Anteil von Schülerinnen und Schülern, die Deutsch als Zweitsprache lernen, hoch – an der Gemeinschaftsschule Lebach sind es 29 Prozent, an der Gemeinschaftsschule Saarbrücken-Ludwigspark 28 Prozent und an der in Neunkirchen-Wellesweiler 27 Prozent. Die Gemeinschaftsschule Ludwigspark hat auch einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf (15 Prozent). Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, hervor (Drucksache 16/276). DIE LINKE erneuert daher ihre Forderung nach mehr Lehrerinnen und Lehrern, Sozialarbeitern und Psychologen an den Schulen.

„Gerade an den Schulen, an denen besonders viele Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Elternhäusern und besonders viele Flüchtlingskinder sind, den Grund- und Gemeinschaftsschulen, muss es die besten Voraussetzungen geben“, so Spaniol. „Zum Nulltarif, also fast ohne zusätzliches Personal, wird es nur sehr schwer gelingen, Kinder aus den verschiedensten Kulturen, mit den verschiedensten Hintergründen, mit und ohne Behinderung, individuell zu fördern und zu einem erfolgreichen Schulabschluss zu führen. Jede Gemeinschaftsschule sollte daher mindestens drei Sozialarbeiter haben und keine Klasse mit mehr als 24 Kindern. In den Klassenstufen fünf und sechs sollte eine Doppelbetreuung durch zwei Lehrer sichergestellt werden.“