25. April 2020

Barbara Spaniol: Kritik der Schülerinnen und Schüler an Abiturprüfungen ernst nehmen – Niemand soll einen schulischen Nachteil durch die Corona-Krise haben

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert die Landesregierung auf, die Kritik und die Sorgen zahlreicher Schülerinnen und Schüler an den Abitur-Prüfungen in der Corona-Krise ernst zu nehmen. „Die Schließung von Schulen, die verschiedenen Beschränkungen und Kontaktverbote, die lange Ungewissheit, wie es bei ihren Prüfungen weiter gehen wird – all das war für die Schülerinnen und Schüler nicht einfach. Deshalb müssen diese Belastungen auf jeden Fall bei der Bewertung berücksichtigt werden, etwa in Form eines ‚Corona-Bonus‘“, erklärt Barbara Spaniol, die bildungspolitische Sprecherin. „Es wäre sehr wünschenswert gewesen, die Kultusminister wären den Forderungen auch von Bildungsexperten und Gewerkschaften gefolgt und hätten in diesem besonderen Jahr ganz auf Abschlussprüfungen verzichtet. DIE LINKE hält nach wie vor das ‚Durchschnittsabitur‘ auf der Grundlage der bereits erbrachten Leistungen mit ‚Corona-Bonus‘ für die bessere Lösung. Das ist aber nun leider anders entschieden worden. Aber ein Gespräch der Bildungsministerin mit den Schülervertretungen sollte daher dringend stattfinden. Und es gilt jetzt umso mehr, im Sinne der Schülerinnen und Schüler alle möglichen Nachteile auszuschließen. So muss es beispielsweise einen fairen Ausgleich für ausfallende Prüfungsteile (Sprechprüfungen, Sport-Prüfungen, etc) geben. Außerdem dürfen die Schülerinnen und Schüler der elften Klasse der Gymnasien und der 12. Klasse der Gemeinschaftsschulen nicht vergessen werden, die ein Jahr vor dem Abschluss stehen und deren heutige Leistungen in das Abitur einfließen werden. Sie haben Unterrichts- und Vorbereitungszeit verloren, und auch das muss berücksichtigt werden.“<xml></xml>

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