24. April 2018

Barbara Spaniol: Landesregierung muss auf Hilferufe der Lehrer reagieren – Hilfe für belastete Schulen muss absolute Priorität haben

„Die Probleme an den Grund- und Gemeinschaftsschulen sind bekannt. Es wird höchste Zeit, dass die Landesregierung auf die Hilferufe der Lehrerinnen und Lehrer und der Eltern reagiert“, so Barbara Spaniol, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag angesichts der 18 Brandbriefe zu 14 Schulen und der Überlastungsanzeige. „Die Schulen müssen mit immer mehr Problemen und gesellschaftlichen Herausforderungen zurechtkommen, mit einer wachsenden Armut, mit Perspektivlosigkeit vieler Kinder und Jugendlicher, mit vielen zusätzlich zu unterrichtenden Flüchtlingskindern, mit einer steigenden Zahl von Schülerinnen und Schülern, die nicht oder kaum deutsch sprechen und solchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Angesichts dieser Herausforderungen leisten die Schulen beachtliches. Es ist ein großer Erfolg, dass über 40 Prozent derjenigen, die an den saarländischen Gemeinschaftsschulen Abitur machen, keine Abiturempfehlung hatten und auf einem Gymnasium kaum eine Chance bekommen hätten. Aber die Grund- und Gemeinschaftsschulen brauchen deutlich mehr Unterstützung: Mehr Geld für Schulen in den Gebieten mit besonders vielen Problemen – das hat DIE LINKE schon bei den Haushaltsberatungen letztes Jahr gefordert -, mehr Lehrerinnen und Lehrer, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Psychologinnen und Psychologen an den Schulen und kleinere Klassen. Das heißt auch verstärkt Doppelbetreuung, denn Inklusion und individualisiertes Lernen funktionieren dann gut, wenn Lehrer oder Förderschullehrer zu zweit in einer Klasse sind. Angesichts der großen Probleme muss Bildung absolute Priorität für das Regierungshandeln haben.“