8. November 2010

Gondwana zum Nulltarif – Investor Kuhl bestätigt fehlende touristische Impulse in Reden

Zur heutigen Vernehmung des Gondwana-Investors Kuhl vor dem Untersuchungsausschuss erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol: „Es wurde erneut deutlich, dass der Investor quasi zum Nulltarif die Eintrittskarte in den Gondwana-Park erhalten hat. Damit hat sich wieder einmal die Kritik des Rechnungshofes am Finanzgebaren der früheren CDU-Landesregierung bestätigt. Die IKS hat dem Investor einen Zwischenkredit als Darlehen in Höhe von 8 Mio. Euro gewährt – ohne Absicherung. Hinzu kommen laut Herrn Kuhl 3,2 Mio. Euro Fördermittel des Landes und Vorteile im Wert von 17,54 Mio. Euro durch die Mietpreisgestaltung. Dagegen stehen wenige Vollzeit-Arbeitsplätze im Gondwana-Park und neuerdings eingeschränkte Öffnungszeiten. Ein touristisches Gesamtkonzept ist weiterhin nicht in Sicht.“

Selbst der Investor spreche heute noch vom Charakter einer Baustelle in Reden. „Auch Herr Kuhl ist offenbar von falschen Voraussetzungen am Standort Reden ausgegangen.“ Auch habe der Investor bestätigt, dass das Projekt Gondwana-Park  auch dem Land Sachsen angeboten worden war. „Dort hat die Regierung jede Beteiligungsfinanzierung abgelehnt, weil das Risiko zu hoch war. Die CDU Saar hat jedoch lieber Gelder verschwendet und dem Investor die Zeche gezahlt statt echte Ansiedlungen an Land zu ziehen,“ so Spaniol abschließend.