8. November 2017

Astrid Schramm: Pflege-Pilotprojekt in Wadern reiner Aktionismus, um von Krankenhaus-Schließung abzulenken

DIE LINKE im Saarländischen Landtag hält das geplante Pflege-Pilotprojekt in Wadern für reinen Aktionismus. Der Krankenhausträger Marienhaus will Pflegekräfte schulen, die Hausbesuche bei chronisch kranken Patienten machen. Heute hat die Landesregierung auf Antrag der Linksfraktion im Gesundheitsausschuss über das Projekt berichtet, im Anschluss erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion und Landesvorsitzende der Saar-Linken Astrid Schramm: „Hier soll offenbar nur von der Schließung des Krankenhauses Wadern abgelenkt werden. Der Hausärzteverband weist zu Recht darauf hin, dass es bereits von Land und Kassenärztlicher Vereinigung geförderte ‚Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis‘ gibt und ‚keine Notwendigkeit für eine weitere Versorgungsebene‘ besteht. Es hat sich heute auch bestätigt, dass dieses Projekt im Vorfeld nicht mit den Ärzten besprochen wurde. Dafür würde der Großteil der acht Millionen an Kassenmitteln bei der privaten Marienhaus GmbH verbleiben. Es stellt sich also schon die Frage, für wen dieses Pilotprojekt konzipiert wurde: für die Bürgerinnen und Bürger im Raum Merzig oder für Marienhaus?“