27. September 2018

Barbara Spaniol: Gute Bildung kostet Geld - CDU-Schmalspurpläne für Freiwillige Ganztagsschule verbessern kaum etwas

„Die CDU will die eigentlichen grundsätzlichen Probleme an den Schulen nicht angehen, dafür plant sie offenbar ein paar kosmetische Verschönerungen an ihrem Lieblingsprojekt Freiwillige Ganztagsschule. Dabei wäre ein Ausbau der echten, gebundenen Ganztagsschulen angebracht. Dass sich die Regierungspartei CDU in der Bildungspolitik immer wieder gegen ihren Koalitionspartner und den Bildungsminister profilieren will, spricht Bände über das Klima in dieser Koalition.“ Mit diesen Worten reagiert Barbara Spaniol, die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, auf die Vorschläge der CDU zur Freiwilligen Ganztagsschule. „Die Gewerkschaft GEW weist zu Recht darauf hin, dass schon jetzt rund 90 Grundschullehrer-Stellen in der Hausaufgabenbetreuung der Freiwilligen Ganztagsschule gebunden sind. Stellen, die angesichts des Grundschullehrer-Mangels eigentlich dringend im Unterricht benötigt würden. Und wie reagiert die CDU? Sie will die Zahl der Lehrerwochenstunden dort noch weiter erhöhen, statt mehr Lehrer im Unterricht einzusetzen. Ein festes Budget für Schulsozialarbeit klingt ja gut und wäre für alle Schulen, nicht nur für die FGTS, nötig – aber nicht in der Schmalspur-Ausführung, die die CDU plant. Gute Bildung für alle kostet nun einmal Geld. Wir brauchen vor allem an den Grund- und Gemeinschaftsschulen mehr Lehrkräfte und mehr Unterstützungspersonal (SozialarbeiterInnen / PsychologInnen), Doppelbetreuung und kleinere Klassen. Die Regierung schiebt die nötige Aufstockung der multiprofessionellen Teams aber auf die lange Bank, so dass das ‚Kollegium der Zukunft‘ wirklich ein Kollegium in ferner Zukunft ist. Nötig sind auch mehr echte, also gebundene Ganztagsschulen mit klarem pädagogischem Profil und angemessener Personalausstattung. Bei der Bildung geht es um die Zukunft unserer Kinder und die weitere Entwicklung unseres Landes, dieses Thema verbietet sich für kleinliche Koalitionskämpfe.“