28. Oktober 2019

Barbara Spaniol: Keine Schule ohne Schulsozialarbeit –konkrete Umsetzung statt Ankündigungen und Forderungen

„Es ist ja richtig, dass die neue saarländische Bildungsministerin klare Zuständigkeiten für die Schulsozialarbeit fordert und diese nicht mehr im Sozialministerium, sondern in ihrem Hause ansiedeln will. Das ist sinnvoll und auch eine langjährige Forderung von Verbänden und der Linksfraktion. Allein: Genau das hat auch der ehemalige Bildungsminister Commerçon immer wieder gefordert, ohne dass es bis heute umgesetzt wurde (Saarbrücker Zeitung vom 1. August 2018 zum Sommergespräch mit Ulrich Commerçon: „Die Kabinetts-Entscheidung, die derzeit auf drei Ministerien, auf Wirtschaft, Bildung und Soziales, verteilte Finanzierung und Zuständigkeit für Schulsozialarbeit endlich in eine Hand zu legen, stehe kurz bevor. ‚In welche Hand‘, das sei jedoch noch nicht entschieden…“).“ Mit diesen Worten reagiert Barbara Spaniol, die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, auf entsprechende Ankündigungen von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot.

„Auch die multiprofessionellen Teams gehören seit Jahren zu den Standard-Formulierungen der ‚großen Koalition‘, ohne dass davon bisher an den Schulen allzu viel angekommen ist. Die Arbeitskammer hat völlig Recht: Schulsozialarbeit muss zum Regelangebot werden, um die Schülerinnen und Schüler angesichts immer größer werdender Herausforderungen und einer wachsenden Ungleichheit bestmöglich zu fördern. Dafür braucht es verbindliche Vorgaben in einem landesweiten Rahmenkonzept und natürlich eine entsprechende finanzielle Absicherung. Wenn die Arbeitskammer nun vorschlägt, als ersten Schritt ein Mindestangebot von einer halben Fachkraftstelle pro Schule beziehungsweise von einer Vollzeitstelle für 350 Schülerinnen und Schüler zu schaffen, sollte dies sorgfältig geprüft werden. Gerade die Schulen in Gebieten mit großen sozialen Problemen müssen hierbei gut versorgt werden.“