30. November 2018

Dennis Lander: Diskriminierung HIV-Positiver beenden

Anlässlich des morgigen Weltaidstages gedenkt DIE LINKE im Saarländischen Landtag der Menschen, die seit Anfang der Epidemie an AIDS verstorben sind und fordert ein Ende der Diskriminierung HIV-Positiver. Der sozialpolitische Sprecher Dennis Lander: „Noch immer werden viele Menschen aufgrund ihrer Infektion diskriminiert – sei es in der Familie, im Freundeskreis, im Job, in der Freizeit und sogar im Gesundheitswesen. Das liegt auch daran, dass die allermeisten Menschen immer noch nicht wissen, dass HIV unter Therapie nicht mehr übertragbar ist. Eine erfolgreiche HIV-Therapie schützt auch beim Sex auch ohne Kondom vor einer Übertragung der Infektion. HIV-positive Menschen können heute bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung glücklicherweise leben wie alle anderen Menschen – wenn man sie lässt und nicht ausgrenzt und mobbt. Diskriminierung macht Menschen krank und sie führt dazu, dass HIV tabuisiert wird und immer noch viele vor einem HIV-Test zurückschrecken mit der Folge, dass Infektionen lange unentdeckt bleiben.“ Lander erneuert die Forderung nach einer sofortigen Löschung des stigmatisierenden Kennzeichens „ansteckend“ für HIV-Positive aus den polizeilichen Datenbanken im Saarland. „Das ist nicht nur diskriminierend, es ist auch für den Schutz der Polizistinnen und Polizisten völlig unnütz. Denn schließlich sind HIV-Positive, die medikamentös behandelt werden, längst nicht mehr infektiös, während Bürger, die von ihrer HIV-Infektion vielleicht noch gar nichts wissen und daher auch nicht behandelt werden, diese Infektion unbewusst weitergeben können.“