6. April 2017

Dennis Lander: Jugend braucht neue Perspektiven

DIE LINKE im Saarländischen Landtag sieht sich durch die Ergebnisse der größten europaweiten Jugendstudie „Generation What" bestätigt. Demnach beklagen 83 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 25 Jahren, dass die Ungleichheit in unserem Land immer mehr zunimmt.  Mehr als die Hälfte ist überzeugt, dass unser Bildungssystem nicht allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen bietet. Ein Viertel der 18-25 Jährigen beschreibt die eigene finanzielle Situation als „ein bisschen schwierig“, sechs Prozent als „ziemlich düster“. Fast ein Viertel glaubt, dass ihre Zukunft im Vergleich zum Leben ihrer Eltern schlechter aussehen wird. Dazu der jüngste saarländische Landtagsabgeordnete Dennis Lander: „Von ‚Deutschland geht es gut‘ kann auch angesichts dieser Zahlen keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Und Kinder aus ärmeren Elternhäuser haben immer weniger Chancen, aufzusteigen, stattdessen vererbt sich Armut immer weiter. Kein Wunder, dass junge Menschen Politik und Medien immer misstrauischer begegnen. Im Saarland denkt jede zweite junge Arbeitnehmerin und jeder zweite junge Arbeitnehmer darüber nach, in ein anderes Bundesland zu ziehen, wo man mehr verdient und einen sichereren Job bekommen kann. Eine Familie zu gründen fällt vielen jungen Menschen schon deshalb schwer, weil sie ihr Leben kaum noch planen können, da sie nur unsichere, schlecht bezahlte Jobs haben.“ Lander fordert eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf ein Niveau, das sowohl im Berufsleben als auch im Alter vor Armut schützt – das geht nicht unter 12 Euro die Stunde-, ein Verbot von Leiharbeit und mehr Geld für Bildung. „Wir brauchen im Saarland mehr Lehrer, kleinere Klassen, ein Ende des Kaputtkürzens der Uni und neue Leitinvestitionen, die jungen Menschen wieder neue Perspektiven bieten“, so Lander abschließend.