25. September 2021

Dennis Lander: Saar-Verkehrsministerin sollte gelassener auf witzige Plakat-Aktion der Linksjugend zu Mängeln beim ÖPNV reagieren

„Die saarländische Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) kann Kritik an dem von ihr mit zu verantwortenden ÖPNV im Land offenbar schlecht ertragen. Wie sonst ist es zu erklären, dass sie über den Pressesprecher ihres Ministeriums versucht, Jugendliche einzuschüchtern, die mit witzigen Plakaten die schlechte Anbindung im ländlichen Raum anprangern?“, erklärt der Landtagsabgeordnete Dennis Lander. Hintergrund sind Plakate der Linksjugend im Kreis Merzig-Wadern mit Sprüchen wie „Im Geldbeutel ist’s mauVV, das liegt wohl am saarVV“ und „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind – der Vater ohne Busanbindung“. Nicht nur der SaarVV selbst, sondern auch der Pressesprecher des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr persönlich hatte die Entfernung der Plakate verlangt. „Die Plakate spielen auch layouttechnisch mit der Eigenwerbung des SaarVV, aber für jeden ist erkennbar, dass dahinter nicht der Verkehrsverbund selbst steckt, sondern die Linksjugend", so Lander, der auch Mitglied des Sprecher*Innenrats der saarländischen Linksjugend ist. "Gerade eine Ministerin, die selbst offenkundig Probleme hat, Verkehrsverbund, Ministerium und Partei zu trennen - sei es bei der Werbung für eine kleine Tarifreform mit ihrem eigenen Konterfei im Bundestagswahlkampf, sei es bei dem Eingreifen des Sprechers ihres Ministeriums in Angelegenheiten des SaarVV – sollte hier etwas gelassener sein. Das politische Engagement junger Menschen ist nicht nur dann gut, wenn es aus der eigenen Partei kommt und den eigenen Vorstellungen entspricht. Wer, wie die SPD, zu Recht beim Klimastreik fordert, möglichen Unterrichtsausfall und die Verletzung von Regeln und Vorschriften zu dulden, sollte darüber stehen, wenn junge Menschen ironische Plakate aufhängen.“