27. September 2018

Jochen Flackus: „Notfallplan“ der Saarbahn ist Bankrotterklärung der politisch Verantwortlichen

Dass die Saarbahn ab Oktober 1089 Busfahrten pro Woche streicht, ist für DIE LINKE im Saarländischen Landtag auch eine Bankrotterklärung der politisch Verantwortlichen. „Es ist ja nicht so, dass der Personalmangel auf einmal so vom Himmel gefallen wäre. Er ist vor allem eine Folge der immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen und eines andauernden Kürzungskurses“, erklärt der wirtschafts- und verkehrspolitische Sprecher Jochen Flackus. „Statt in den ÖPNV zu investieren haben jahrelang Kostendruck und Rotstift die Geschäfte bestimmt. Die Saarbahn hat immer mehr auf private Subunternehmen gesetzt, die ihren Fahrern noch schlechtere Löhne zu schlechten Bedingungen zahlen. Gewerkschaft und Betriebsrat haben schon lange gewarnt, dass es zu erheblichen Verbesserungen bei Saarbahn und Subunternehmen kommen muss, um wieder ausreichend neue Fahrer gewinnen zu können. Aber es ist nichts passiert. Deshalb sind die Saarbahn-Geschäftsführung, die Verwaltungsspitze im Saarbrücker Rathaus und die Landesregierung verantwortlich für die jetzigen massiven Verspätungen und Ausfälle. Es ist seit langem ein offenes Geheimnis, dass der Fahrplan kaum eingehalten werden kann, wenn sich die Busfahrer an sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Aber die Verantwortlichen haben den ÖPNV in den letzten Jahren immer unattraktiver gemacht. Um das festzustellen braucht es keine teuren Gutachten des Landes. Der ‚Notfallplan‘ der Saarbahn ist ein Schlag ins Gesicht für die Bürgerinnen und Bürger, die die Busse täglich nutzen und selbstverständlich weiterhin den vollen Preis für ihre Fahrkarten zahlen müssen. Nötig wäre ein Neuanfang mit einem einzigen Landesbetrieb für den öffentlichen Nahverkehr.“