11. Juni 2015

Oskar Lafontaine: Deutschunterricht in Frankreich erhalten - keine deutsch-französische Sprachlosigkeit

Oskar Lafontaine unterstützt die saarländische Ministerpräsidentin in ihrer Aufforderung an die französische Regierung, den Deutschunterricht in der bisherigen Form zu erhalten. „DIE LINKE hat bereits vor rund einem Monat den Vorschlag gemacht, im Landtag einen gemeinsamen Appell aller Fraktionen an die französische Regierung zu richten. Diesem Vorschlag wurde leider nicht gefolgt“, so Lafontaine. „Damit die deutsch-französische Freundschaft lebendig bleibt, ist es unerlässlich, dass wir die Sprache des jeweils anderen lernen. Zurzeit lernt jeder dritte lothringische Schüler Deutsch als erste Fremdsprache, im Saarland setzen wir verstärkt auf Zweisprachigkeit. Darauf sollte man aufbauen. Stattdessen droht nun eine gegenseitige Sprachlosigkeit. Kanzlerin Merkel sollte sich daher nun beim französischen Präsidenten Hollande nachdrücklich für einen Erhalt des Deutschunterrichts in der bisherigen Form einsetzen. Auch wir in Deutschland sollten allerdings mehr tun, um die Freundschaft lebendig zu halten. Auch außerhalb des Saarlandes sollte der Französisch-Unterricht gestärkt werden. Und an der Saar sollten wir verstärkt und konsequent die französische Sprache berücksichtigen, etwa bei Straßenschildern und Hinweistafeln sowie Durchsagen in Bussen und Bahnen.“