15. Juni 2020

Oskar Lafontaine: Umweltfreundliche Verbrenner sind besser als Elektroautos mit giftiger Batterielast

Im Saarland droht nach Einschätzung von Branchenexperten ein massiver Abbau von Stellen in der Automobilindustrie. Dazu Oskar Lafontaine: „Es rächt sich, dass die deutsche Automobilindustrie unbeeindruckt vom Klimawandel auf immer größere Verbrenner und SUVs gesetzt hat. 2019 wurden in Deutschland erstmals in einem Jahr mehr als eine Million dieser spritfressenden Fahrzeuge neu zugelassen. Stattdessen wäre es viel erfolgversprechender, Drei-Liter-Autos zu bauen, die umweltfreundlicher sind als Elektroautos mit giftiger Batterielast. Die Automobilindustrie mit ihren liquiden Mitteln (VW 25 Milliarden, Daimler 18 Milliarden und BMW 12 Milliarden) zahlt weiter irre Vorstandsgehälter, schüttet Boni und Dividenden aus und will mit Hilfe einzelner uneinsichtiger Gewerkschaftsfunktionäre steuerfinanzierte Verkaufsprämien für Autos, statt auf Boni und Dividenden zu verzichten und die ‚Verkaufsprämien‘ durch Preisnachlässe selbst zu finanzieren. Auch die saarländische Landesregierung muss nicht zuletzt im Interesse der Beschäftigten bei Ford und den Automobilzulieferern stärker darauf drängen, das umweltfreundliche Verbrenner mit niedrigem Kraftstoffverbrauch in Zukunft eine stärkere Rolle spielen, statt den Grünen hinterherzulaufen und mit Elektroautos einseitig eine Technologie zu unterstützen, deren Erfolg und weitere Entwicklung noch nicht abzusehen sind und an der im Saarland kaum Arbeitsplätze hängen.“