30. August 2018

Ralf Georgi: Mehr Transparenz bei Sportförderung nötig - Pläne des Sportministers zur Umstrukturierung der Spitzensport-Förderung greifen viel zu kurz

"Die Landesregierung hat offenbar entweder immer noch nicht verstanden, wie es zum Finanzskandal beim Landessportverband kommen konnte, oder sie ist nicht Willens, entsprechend gegenzusteuern. Gerade jetzt wäre mehr Transparenz angesagt, nicht einfach die Abschiebung der Spitzensport-Förderung in ein anderes Hinterzimmer-Gremium und ohne einen personellen Neuanfang." Mit diesen Worten reagiert Ralf Georgi, der sportpolitische Sprecher der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, auf die Ankündigung der Landesregierung im heutigen Ausschuss für Inneres und Sport, den Förderausschuss Spitzensport aufzulösen und die Förderung des Spitzensportes an ein Untergremium des Landessportverbandes (Landesausschuss für Leistungssport) abzugeben.

"Hier soll den Saarländerinnen und Saarländern Sand in die Augen gestreut werden, denn an den intransparenten Strukturen, der Einflussnahme durch die Regierungsparteien und der fehlenden Aufsicht durch das Sportministerium ändert sich gar nichts. Dass der Sportminister oder sein Staatssekretär diese Veränderung der Sportförderung nicht einmal persönlich im Ausschuss vorstellen wollten, sondern Mitarbeiter ihres Ministeriums vorschickten, ist angesichts der Finanzaffäre und der großen Verunsicherung der vielen in Sportvereinen Aktiven kein guter Stil. Dass der Förderausschuss jetzt urplötzlich aufgelöst wird, ohne dass die Regierung sagen kann, ob und welche Fehler in diesem Gremium ihres Wissens nach geschehen sind, ist bemerkenswert." DIE LINKE fordert, dass die Mittel der Sportförderung unter den Augen der Öffentlichkeit von den gewählten Volksvertretern im Landtag nach klaren einheitlichen Regeln verteilt werden.