3. April 2017

Vorsicht Satire: Sensation: 42,5 Prozent sind mehr als 40,7 Prozent

Mitarbeiter der Fraktion DIE LINKE im Saarländischen Landtag haben das Ergebnis der Landtagswahl vom 26. März noch einmal analysiert und sind zum überraschenden Ergebnis gekommen, dass SPD und DIE LINKE mit 42,5 Prozent zusammen mehr Stimmen haben als die CDU mit 40,7 Prozent. Eine weitere Prüfung ergab, dass nicht DIE LINKE 2012 und in Folge der SPD den Ministerpräsidenten-Bonus verweigerte, der der CDU jetzt sieben Prozent gebracht hat. Es war vielmehr die SPD selbst, die auf das Amt des Regierungschefs/der Regierungschefin verzichtete und als Juniorpartner einer „großen Koalition“ in die Wahl ging. Vor diesem Hintergrund sind Meldungen, „die Wähler“ hätten einer rot-roten Koalition eine klare Absage erteilt und DIE LINKE sei schuld am ernüchternden Abschneiden der SPD, zumindest zu hinterfragen. Zumal ein Regierungswechsel möglich gewesen wäre, wenn die AfD 1,21 Prozent weniger gehabt hätte. Man könnte also auch sagen: Die AfD hat Frau Kramp-Karrenbauer im Amt gehalten. Nachdem die Ministerpräsidentin für ihr Regierungshandeln so viel Lob erhalten hat, muss es sich bei der Meldung der Hessischen Landesbank HeLaBa, im Saarland habe sich die Wirtschaft im Bundesländer-Vergleich in den letzten zehn Jahren am schlechtesten entwickelt, um „Fake-News" handeln.