28. März 2014

Numerus Clausus an der Universität des Saarlandes

Das Medizinstudium ist in Deutschland sehr beliebt. Zum Wintersemester 2013/14 haben sich 44.334 Anwärter auf 9.068 Plätze in Humanmedizin beworben – ähnlich war das Verhältnis zwischen Bewerberinnen und Bewerbern um Studienplätze im Be-reich der Zahn- und Tiermedizin. Tausenden bleibt somit der Zugang zu ihrem gewünschten Studium durch ein Auswahlkriterium verwehrt, das bereits vor 42 Jahren vom Bundesverfassungsgericht kritisiert wurde. Demnach seien die Kapazitäten an den Universitäten auszubauen, um das Recht auf die freie Berufswahl und daher auch auf ein Hochschulstudium für alle Bewerberinnen und Bewerber grundgesetzkonform zu ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1.
Wie hoch war zum Wintersemester 2013/2014 die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber auf die vier Studiengänge an der Universität des Saarlandes, die über eine Numerus Clausus-Zulassungsbeschränkung verfügen? (bitte nach Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie auflisten)

2.
Wie viele dieser Bewerberinnen und Bewerber wurden abgelehnt? (bitte nach Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie auflisten)

3.
Wie hat sich das Verhältnis zwischen Bewerberinnen und Bewerbern und Platzanzahl in den vergangenen zehn Semestern verändert (bitte nach Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie auflisten)?

4.
Inwieweit analysiert die Landesregierung Kenntnisse über die Herkunft der Bewerberinnen und Bewerber?

5.
Wie viele Studienplätze wurden in den vergangen zehn Semestern in den vier genannten Studiengängen mittels Kapazitätsklage generiert?

6.
Welche organisatorischen Schwierigkeiten, die durch die oftmals sehr kurzfristigen – teils schon zu laufenden Semestern erst beginnenden – Nachrückverfahren für Universität und Studierende entstehen, sind der Landesregierung bekannt?