28. Mai 2014

Altersarmut bei Frauen im Saarland

Frauen sind besonders stark von Altersarmut betroffen. Zeiten familiärer Sorgearbeit, Teilzeitarbeit, Minijobs und niedrige Löhne führen am Ende des Erwerbslebens zu sehr geringen eigenständigen Rentenansprüchen. Im Saarland finden sich erwerbstätige Frauen überdurchschnittlich häufig in prekären Arbeitsbedingungen wieder.

Ich frage daher die Regierung des Saarlandes:

1.
In welcher Höhe liegt der durchschnittliche Rentenzahlbetrag im Rentenzugang an Rentnerinnen und Rentner mit Wohnort im Saarland und wie hat sich dieser in den vergangen zehn Jahren entwickelt (bitte chronologisch anführen und nach Geschlecht differenzieren)?

2.
Wie viele Frauen beziehen im Saarland aktuell Altersrenten von unter 250 Euro, unter 450 Euro, unter 650 Euro, unter 850 Euro, unter 1.000 Euro, über 1.000 Euro?

3.
Wie hoch ist aktuell der Anteil an Frauen im Saarland, die eine Alters- oder Erwerbsminderungsrente unterhalb des Niveaus der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung beziehen und wie hat sich dieser in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

4.
Welcher Rentenanspruch ergibt sich aus einer geringfügigen Beschäftigung von 450 Euro innerhalb eines Jahres?

5.
Wie hoch ist die Armutsgefährdungsquote der saarländischen Rentnerinnen und ist eine Aufschlüsselung nach Wohnort in den sechs Landkreisen möglich?

6.
Wie hoch ist die Anzahl minijobbender Altersrentenbezieherinnen und -bezieher im Saarland (bitte chronologisch anführen und nach Geschlecht differenzieren)?

7.
Wie hat sich die Erwerbsbeteiligung von Frauen im Saarland entwickelt und wie verteilen sich die Anteile erwerbstätiger Frauen auf die Beschäftigungsformen Vollzeit, Teilzeit, Minijobs, Niedriglohnbeschäftigung?

8.
Wie hoch ist der durchschnittliche Lohn von erwerbstätigen Frauen im Saarland?

9.
Wie haben sich die effektiven wöchentlichen Arbeitsstunden von Frauen im Saarland in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?