2. Mai 2014

„Verlorene Mädchen“ auch im Saarland?

Hagen Scherb, Biomathematiker des Deutschen Forschungszentrums für Gesundheit und Umwelt in München, hat in seiner aktuellen Studie nachgewiesen, dass sowohl in Deutschland als auch in seinen Nachbarländern in der Nähe von Atomkraftwerken, Endlagern oder Forschungsreaktoren weniger Mädchen geboren werden, als es statistisch zu erwarten wäre. Der ehemalige Direktor des Instituts für Humangenetik der Charité Berlin verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass selbst bei geringen Strahlendosen, die X-Chromosomen so weit verändert werden können, dass ein weiblicher Embryo nicht mehr lebensfähig wäre. Auf Grund der direkten Nähe zum französischen Atomkraftwerk Cattenom könnte auch die Geschlechterverteilung bei Geburten im Saarland diese bedenklichen Veränderungen aufweisen.

Ich frage daher die Regierung des Saarlandes:

1.
Wie viele Geburten waren in den Jahren 1980 bis 2013 im Saarland zu verzeichnen und wie viele Mädchen und Jungen wurden in absoluten Zahlen und prozentual zur gesamten saarländischen Geburtenrate geboren (bitte chronologisch anführen und nach Geschlecht differenzieren)?

2.
Wie viele Geburten waren in den Jahren 1980 bis 2013 in der sogenannten Außenzone (Radius von 25 km ausgehend vom Kernkraftwerk Cattenom) zu verzeichnen und wie viele Mädchen und Jungen wurden in absoluten Zahlen und prozentual zur gesamten saarländischen Geburtenrate geboren (bitte chronologisch anführen und nach Geschlecht differenzieren)?

3.
Wie viele Geburten waren in den Jahren 1980 bis 2013 in der sogenannten Fernzone (Radius von 100 km ausgehend vom Kernkraftwerk Cattenom) zu verzeichnen und wie viele Mädchen und Jungen wurden in absoluten Zahlen und prozentual zur gesamten saarländischen Geburtenrate geboren (bitte chronologisch anführen und nach Geschlecht differenzieren)?