7. Januar 2016

Armutsgefährdungsquote im Saarland

Medienberichten zufolge haben ältere Menschen in Rheinland-Pfalz und im Saarland bundesweit das größte Risiko, in Armut zu leben. Die Berichte beziehen sich dabei auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Die hohe Armutsgefährdung von älteren Frauen wird von den Autoren dieser Studie auf die niedrige Beschäftigungsquote zurückgeführt, Ende der 1990er Jahre waren das Saarland und Rheinland-Pfalz in Deutschland beispielsweise Schlusslichter, was den Anteil berufstätiger Frauen betrifft. Da diese Frauen vor allem geringfügig beschäftigt gewesen seien, haben sie deshalb auch nur
geringe Rentenansprüche. Die Armutsgefährdungsquote ist ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut.

Ich frage daher die Regierung des Saarlandes:

1.
Wie hat sich die Armutsgefährdungsquote im Saarland insgesamt von 2009 bis 2015 entwickelt?
(Bitte auflisten pro Jahr) Wo steht dabei das Saarland im bundesweiten Vergleich?

2.
Wie hoch ist jeweils die Armutsgefährdungsquote bei Männern und bei Frauen im Saarland von 2009 bis 2015? (Bitte auflisten nach Alterskohorten)

3.
Wie hoch ist jeweils die Armutsgefährdungsquote von 2009 bis 2015 jeweils nach Haushaltstyp (Alleinerziehende, getrennt Erziehende, Haushalte ohne Kinder usw.)?

4.
Wie beurteilt die Landesregierung diese Entwicklungen?

5.
Welche Maßnahmen hat die Landesregierung durchgeführt bzw. plant sie, um diejenigen Bevölkerungsteile zu unterstützen, die stark von Armut bedroht sind?