7. Januar 2016

Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der saarländischen Polizei

Die Landesregierung betonte 2012, dass eine Entscheidung für eine eigene Familie und Kinder kein beruflicher Nachteil sein darf. Man wolle Paare ermutigen, sich für Kinder zu entscheiden, denn sie seien die Zukunft unserer Gesellschaft. Um Unternehmen in der freien Wirtschaft ein Beispiel zu geben, wolle sich die Landesregierung dafür einsetzen, dass Mütter und Väter im öffentlichen Dienst bei der beruflichen Weiterentwicklung unterstützt werden. Eine kürzlich erschienene Bertelsmann-Studie kommt zum Ergebnis, dass das Saarland und besonders der Regionalverband bundesweit das Schlusslicht in puncto Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden.

Ich frage daher die Regierung des Saarlandes:

1.
In welchem Umfang werden Erziehungszeiten bei der saarländischen Polizei wahrgenommen?

2.
Wie vielen Polizistinnen und Polizisten wurde Teilzeitbeschäftigung in unterschiedlichem Umfang gewährt? (Bitte aufschlüsseln nach Geschlecht)

3.
In welchem Umfang wird bei der Erstellung der Planstellen bei der saarländischen Polizei die Annahme von Erziehungszeiten mitberechnet?

4.
Welche Maßnahmen hat die Landesregierung ergriffen, damit vor allem männliche Polizisten vermehrt ihr Recht auf Elternzeit wahrnehmen?

5.
Die Polizei in Niedersachsen ist vorbildlich, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft. Sie verfügt über einen Leitfaden zur kreativen Gestaltung der organisatorischen Rahmenbedingungen für das Arbeiten in Teilzeit, hat ein Rahmenkonzept zum Führen in Teilzeit entwickelt, verfügt über einen Pflegewegweiser zur Unterstützung von Beschäftigten mit Pflegeaufgaben, will Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Vereinbarkeitsanforderungen oder ein Leitbild zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf entwickeln usw. Welche Instrumente bietet die saarländische Landesregierung ihren Polizistinnen und Polizisten an?