17. März 2016

Möglichkeit eines Pumpspeicherkraftwerks im Nordschacht Saar

Seit dem Ende des Bergbaus stehen Land und RAG in der Verantwortung, ehemalige Bergwerke einer zukunftsfähigen Nutzung zuzuführen. Zugleich erfordert der Ausbau erneuerbarer Energien auch einen Ausbau von Stromspeichern, um Differenzen zwischen Stromangebot und Stromnachfrage auszugleichen. Im Saarland besteht nach wie vor die Möglichkeit, hier einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu leisten, indem alte Bergbaustandorte für die Stromwirtschaft genutzt werden – durch den Ausbau von Bergwerken zu unterirdischen Pumpspeicherkraftwerken. Dabei käme grundsätzlich der Nordschacht bei Falscheid/Saarwellingen in Frage. Um jedoch eine solche Möglichkeit offen zu halten, wäre die Errichtung eines untertätigen Absperrdamms notwendig, damit im Falle eines weiteren Grubenwasseranstiegs in den Baufeldern Primsmulde und Dilsburg des Bergwerks Saar ein Zulaufen bergbaulich geschaffener Hohlräume, die für den Betrieb eines Pumpspeicherkraftwerks benötigt würden, verhindert werden kann.

Ich frage die Regierung des Saarlandes:

1.
Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung bezüglich der Realisierung eines Pumpspeicherkraftwerks und wie beurteilt sie das Projekt politisch?

2.
Beabsichtigt die Landesregierung, die Realisierung eines Pumpspeicherkraftwerks durch eigene Aktivitäten zu unterstützen? Wenn ja: welche konkreten Maßnahmen sind geplant und welchen Zeitplan legt die Landesregierung ihren Planungen zugrunde?

3.
Laut RAG beläuft sich der finanzielle Aufwand für den Bau eines untertätigen Absperrdamms inklusive Planung und Genehmigung auf rund 2,5 Millionen Euro. Ist die Landesregierung bereit, dessen Errichtung durch Landeszuschüsse zu unterstützen? Wenn ja: Von welchem Zeitplan bis zur Errichtung des Damms ist auszugehen, welches Fördervolumen ist geplant und welche Kenntnisse hat die Landesregierung über weitere Zuschussmöglichkeiten, etwa durch den Bund?