11. Mai 2016

Einsatz von Feuerwehrkräften bei einer Katastrophe im AKW Cattenom

Das Atomkraftwerk Cattenom muss immer wieder wegen Pannen und Störfällen abgeschaltet werden. Es ist eine Gefahr für die Menschen in der gesamten Region. Dennoch plant die französische Regierung offenbar eine weitere Verlängerung der Laufzeit auf 50 Jahre.

Ich frage daher die Regierung des Saarlandes:

1.
Welche regelmäßigen atomaren Katastrophenschutzübungen führten die saarländischen Feuerwehren und andere Behörden in der Region durch und wie viele Personen waren daran beteiligt – sowohl grenzüberschreitend als auch vor Ort? (Bitte genau auflisten)

2.
Wie ist sichergestellt, dass im Einzelfall ausreichend Feuerwehrkräfte eingesetzt werden können? Oder welche Ersatzmaßnahmen sind für den Ernstfall geplant?

3.
Was wird im Katastrophenfall von den Einsatzkräften der Feuerwehren erwartet und sind sie darüber informiert?

4.
Wie viele Feuerwehrleute, ABC-Erkunder, Dekontaminationseinheiten und Ersatz-mannschaften stehen für den INES-7-Fall zur Verfügung? Sind sie alle für den Strahlenschutz und den Einsatz im INES-7-Fall ausgebildet?

5.
Wie viele Gerätewagen Gefahrgut stehen zur Verfügung, wo sind sie stationiert und wie alt sind diese Fahrzeuge?

6.
Wie hoch sind die jährlichen Kosten der Einsatzbereitschaft für den Katastrophenfall? Werden diese Kosten dem französischen Staat in Rechnung gestellt?