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8. März 2016

Frauen am saarländischen Arbeitsmarkt

Die gesellschaftliche Gleichstellung der Geschlechter ist weiterhin eher Ziel als Realität. Ganz entscheidend für die gesellschaftliche Stellung der Frauen ist ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit und daher ihre Teilnahme am Wirtschaftsleben und am Arbeitsmarkt.

Ich frage die Regierung des Saarlandes:

1.
Wie hat sich die Erwerbsquote von Frauen seit dem Jahr 2006 im Saarland entwickelt (bitte pro Jahr aufschlüsseln nach sozialversicherungspflichtiger, geringfügig entlohnter, selbständiger und sonstiger Berufstätigkeit)?

2.
Wie viele Frauen sind in den Jahren seit 2006 in absoluten Zahlen im Saarland erwerbstätig gewesen (bitte pro Jahr aufschlüsseln nach sozialversicherungspflichtiger, selbständiger und sonstiger Berufstätigkeit)?

3.
Welches sind die sechs Branchen mit dem höchsten Anteil weiblicher Beschäftigter im Saarland?

4.
Wie hoch liegen aktuell der durchschnittliche bereinigte sowie der unbereinigte Verdienstunterschied (gender pay gap) zwischen Männern und Frauen im Saarland?

5.
Wie hoch ist der Anteil von Frauen an atypischen Beschäftigungsverhältnissen im Saarland (bitte nach unterschiedlichen Formen atypischer Beschäftigung aufschlüsseln)?

6.
Wie hoch ist das Angebot an Plätzen in Kindertagesstätten im Verhältnis zu Kindern im entsprechenden Alter im Saarland?

7.
Welchen Zusammenhang sieht die Landesregierung zwischen dem fortbestehenden Mangel an Kita-Plätzen, Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und dem Umfang der Übernahme der Betreuungsleistungen hauptsächlich durch Mütter und den Unterschieden in Umfang und Formen der Erwerbstätigkeit von Männern und Frauen?

8.
Welche anderen, auch betrieblichen Hindernisse für die gleichberechtigte Berufstätigkeit von Frauen sieht die Landesregierung, und welche Strategien verfolgt sie zu deren Behebung?

9.
Welche Kenntnisse hat die Landesregierung über die beruflichen Qualifikationsprofile der im Saarland befindlichen weiblichen Flüchtlinge?

10.
Welche geschlechtsspezifischen Bedarfe an Qualifizierung, Betreuung und Beratung sieht die Landesregierung, um gerade den weiblichen Flüchtlingen die Integration in den saarländischen Arbeitsmarkt zu ermöglichen bzw. zu erleichtern?

11.
Welche Kenntnisse liegen der Landesregierung gut ein Jahr nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zu dessen Auswirkungen auf Entlohnung und Einkommen weiblicher Beschäftigter im Saarland vor?