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15. Oktober 2014

Polizistinnen im Saarland

Im August dieses Jahres verwies der Saarländische Rundfunk darauf, dass in der saarländischen Polizei Frauen unterrepräsentiert seien. Nach Angaben des Landespolizeipräsidiums sind von 3350 Mitarbeitern nur 697 weiblich. Auch besetzen sie deutlich seltener als ihre männlichen Kollegen eine Führungsposition. Es stellt sich somit die Frage, inwiefern regelmäßige Beurteilungen der Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung von Frauen und deren Beförderung diskriminierungsfrei erfolgen.

Ich frage daher die Regierung des Saarlandes:

1.
Wie hoch ist der Frauenanteil im saarländischen Polizeidienst (bitte seit 2004 chronologisch und nach Besoldungsgruppen anführen)?

2.
Wie viele Männer und Frauen bewerben sich jährlich auf eine Stelle bei der saarländischen Polizei (bitte seit 2004 chronologisch anführen)?

3.
Wie viele Polizistinnen und Polizisten besetzen eine Führungsposition (bitte seit 2004 chronologisch und nach Besoldungsgruppen anführen und nach Geschlecht trennen)?

4.
Wie viele Polizistinnen und Polizisten arbeiten in Teilzeit (bitte seit 2004 chronologisch und nach Besoldungsgruppen anführen und nach Geschlecht trennen)?

5.
Wie viele Polizistinnen und Polizisten wurden in den vergangenen zehn Jahren befördert (bitte seit 2004 chronologisch und nach Besoldungsgruppen anführen und nach Geschlecht trennen)?

6.
Wie viele Jahre warten saarländische Polizistinnen und Polizisten durchschnittlich auf eine Beförderung (bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?

7.
Wie viele Polizistinnen und Polizisten sind seit Veröffentlichung des Frauenförderplanes für die saarländische Polizei für den Zeitraum von 2013 bis 2015 , in dem es heißt, dass Frauen bei Beförderungen bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung so lange vorrangig zu behandeln sind, bis sie in jeder Besoldungs- und Entgeltgruppe mindestens zu 50 Prozent vertreten sind, befördert worden (bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?

8.
In wie vielen Fällen wurde seit 2013 die zentrale Aussage des Frauenförderplans konterkariert, indem männliche Polizisten trotz gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt befördert wurden?