20. Juni 2017

Investitionen in Mikroelektronik und Ansiedlung entsprechender Unternehmen

Bosch hat angekündigt, in Dresden eine Halbleiterfabrik für eine Milliarde Euro zu bauen – die größte Investition der Firmengeschichte. In den saarländischen Bosch-Standorten sind dagegen Arbeitsplätze in Gefahr. Der Bund fördert die Investition von Unternehmen in die Zukunftsbranche Mikroelektronik bis 2020 mit insgesamt einer Milliarde Euro.

Ich frage daher die Regierung des Saarlandes:

1.
Hat sich das Saarland als Standort für die neue Halbleiterfabrik von Bosch beworben und haben entsprechende Gespräche der Landesregierung mit der Geschäftsführung stattgefunden? Wenn nein: Warum nicht?

2.
Führt die Landesregierung darüber Gespräche mit der Geschäftsführung von Bosch, wie die Arbeitsplätze an den saarländischen Standorten dauerhaft gesichert werden können, wie das Land bei der notwendigen strategischen Umstellung auf eine Digitalisierung der Produktion helfen kann und wie die Produktion neuer, zukunftsfähiger Produkte im Saarland ermöglicht werden kann? Wenn ja: Wie ist der aktuelle Stand?

3.
Welche Schlüsse zieht die Landesregierung aus der Entscheidung von Bosch, die größte Investition der Firmengeschichte in Dresden vorzunehmen?

4.
Wie will die Landesregierung bei künftigen ähnlichen privaten Investitionen vorgehen, um die Neuansiedlung zukunftsfähiger Branchen im Saarland zu erreichen?

5.
Wie will die Landesregierung von der Förderung des Bundes von Investitionen in die Mikroelektronik profitieren? Welche Initiativen gibt es bereits, beziehungsweise beabsichtigt die Landesregierung, solche Initiativen zu initiieren?