15. September 2017

Abschlussprüfung 2017 im Berufsvorbereitungsjahr

Am 19. Mai fand die Abschlussprüfung für das Berufsvorbereitungsjahr / Produktionsschule, Werkstattschule im Bereich Mathematik statt. Dabei gab es folgende Frage 5.e: „Die Klasse 8b organisiert zum Abschluss des Schuljahres ein Klassenfest. In der Klasse befinden sich insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler. Über das Schuljahr hinweg wurden 180 € in der Klassenkasse gesammelt. Für das Klassenfest sollen folgende Artikel gekauft werden: Grillgut für 21,27 €, zwei Packungen Partybrötchen für insgesamt 9 €, zwei 6er Pack Wasser für zusammen 9,98 €, 1 Kiste Limonade mit 24 x 0,50 L-Flaschen für 38,36 €, eine Mix-Box Schokoriegel für 34,99 €, zwei Packungen mit je 90 Fruchtgummis für zusammen 17,98 €, fünf Tüten Knabberartikel für insgesamt 9,55 €. Wie viele Indianer mit knallrotem Gummiboot saßen im Kühlschrank?“

Ich frage daher die Landesregierung:

1.
Wer hat entschieden, derartige Scherzfragen in einer Abschlussprüfung aufzunehmen und wie steht die Landesregierung dazu?

2.
Sieht die Landesregierung nicht die Gefahr, dass die jungen Menschen, die einen Hauptschulabschluss nachholen wollen und oftmals bereits Rückschläge und schlechte Erfahrungen auf ihrem Bildungsweg gemacht haben, die also ohnehin bereits oft mit großer Unsicherheit in diese Prüfungen gehen, durch eine solche Scherzfrage noch weiter verunsichert werden und ihnen dadurch wertvolle Prüfungszeit verloren geht?

3.
Gab es nach dieser Prüfung Beschwerden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern?

4.
Wird es aus Sicht der Landesregierung in künftigen Prüfungsaufgaben ähnliche Scherzfragen geben?