23. Januar 2018

Kinderarmut

Kinderarmut ist nach wie vor eines der prägendsten und gravierendsten Probleme in diesem Land. Fast zwei Millionen Kinder in Deutschland sind abhängig von Hartz IV. Dabei ist die Situation im Saarland besonderes verheerend: mit einer Armutsquote von 17,6 Prozent liegt das Saarland deutlich über dem bundesdeutschen Schnitt von 14,7 Prozent und noch deutlicher über dem Schnitt der westdeutschen Bundesländer von 13,2 Prozent. Nur Bremen und Nordrhein-Westfalen haben noch höhere Armutsquoten. Besonders betroffen von Armut sind dabei Kinder von Alleinerziehenden.

Deshalb frage ich die Regierung des Saarlandes:

1.
Wie hoch war die Armutsrisikoquote 2016 und - soweit bekannt - 2017 von Kindern allgemein, von Kindern in Paar-Familien sowie von Kindern Alleinerziehender, aufgeschlüsselt nach Landkreisen im Saarland?

2.
Wie bewertet die Landesregierung diese Quoten und wie erklärt sie (gegebenenfalls) die erheblichen Unterschiede?

3.
Wie hoch ist die SGB II-Hilfsquote für Paar-Familien mit Kindern und wie hoch ist die Sanktionsquote in Paar-Familien mit Kindern, aufgeschlüsselt nach Landkreisen im Saarland?

4.
Wie hoch ist die SGB II-Hilfsquote für Alleinerziehenden-Familien mit Kindern und wie hoch ist die Sanktionsquote in Alleinerziehenden-Familien, aufgeschlüsselt nach Landkreisen im Saarland?

5.
Was wird die Landesregierung unternehmen, um das Armutsrisiko von Kindern generell sowie insbesondere das um ein Vielfaches höhere Armutsrisiko von Alleinerziehenden und ihren Kindern zu reduzieren?