2. Februar 2021

Barbara Spaniol: Besserer Gesundheitsschutz für Erzieherinnen und Erzieher in saarländischen Kitas

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert einen besseren Gesundheitsschutz für die Erzieherinnen und Erzieher. „Auch wenn seit Wochen Eltern angehalten sind, wenn möglich ihr Kind zuhause zu lassen, sehen wir in einigen Einrichtungen einen Regelbetrieb mit fast normaler Auslastung", erklärt die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol. „So wichtig eine Kinderbetreuung gerade für einkommensschwache und benachteiligte Familien ist, muss es doch mehr Schutz für die Erzieherinnen und Erzieher geben. Denn sie können im Alltag nicht einfach Abstand halten von den Kleinen. Es kann nicht sein, dass Geschäfte, Theater, Kinos, Museen, Restaurants und Kneipen seit Wochen dicht sind, Arbeitgeber zu Recht verpflichtet sind, überall dort, wo es möglich ist, Homeoffice zu gewährleisten, aber in manchen Kitas läuft der Betrieb fast so wie vor Corona. Der Regionalverband Saarbrücken beobachtet laut Medienberichten seit zwei Wochen 'vermehrt (Corona-)Fälle in der Kita-Betreuung'. Deshalb muss etwas getan werden. Wir brauchen kleinere Gruppen, bei denen gewährleistet ist, dass es keine Durchmischung gibt, regelmäßige Schnelltests für alle Beschäftigten und die Möglichkeit kostenloser Speicheltests für die Kinder. Wenn die Kinderbetreuung zu Recht weiter gewährleistet werden soll, dann müssen die Beschäftigten auch schnelle Impfmöglichkeiten erhalten. Nötig ist auch für die Kitas und Kindergärten ein Stufenplan, der feste Vorgaben je nach Infektionslage macht. Die Einhaltung der Homeoffice-Verordnung der Bundesregierung muss stärker kontrolliert und sichergestellt werden, um Kontaktreduzierungen zu unterstützen und Kitas zu entlasten. Hier sollte auch ins Auge gefasst werden, die Notwendigkeit einer Betreuung stärker nachweisen zu lassen, zum Beispiel durch Bescheinigung vom Arbeitgeber, wobei der Zugang zur Kita für Kinder aus schwierigen Verhältnissen stets gewährleistet sein muss. Schließlich braucht es landesweit einheitliche Regelungen für den Umgang mit Erzieherinnen und Erziehern, die zur Risikogruppe gehören oder mit einem Partner zusammenleben, der betroffen ist. Wie im Schulbetrieb, wo die Landesregierung nach wie vor kein stimmiges Konzept bis zu den Osterferien vorweisen kann, braucht es auch bei der Betreuung der Kleinsten mehr Engagement des Landes zum Schutz von Kindern, Beschäftigten und Familien."