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22. November 2018

Dennis Lander: Mehr Transparenz beim Landessportverband - Lückenlose Aufklärung der Vorwürfe um kostenlose Bewirtung der CDU an der Sportschule nötig

DIE LINKE im Saarländischen Landtag wirft den Verantwortlichen beim Landessportverband und in der Landesregierung vor, eine Aufklärung der Vorwürfe um eine kostenlose Bewirtung von CDU-Politikern bei der Hermann-Neuberger-Sportschule zu verschleppen. „Es ist schon dreist, dass kein Vertreter des LSVS bereit war, in der heutigen Sitzung des Innen- und Sportausschusses zu den SR-Recherchen Stellung zu nehmen“, erklärt der Innenpolitiker Dennis Lander. „Und es ist erschreckend, dass das Innenministerium als Rechtsaufsicht bis heute keine Veranlassung gesehen hat, die Vorwürfe zu prüfen. Der Landessportverband ist nicht der Selbstbedienungsladen der CDU.  Schließlich haben gerade die jahrelange Misswirtschaft beim Landessportverband, parteipolitisches Gemauschel und eine sich blind stellende Rechtsaufsicht erst zu dem Finanzskandal geführt, in dessen Folge nun die saarländischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler für Berater und Gutachter schon rund eine Million Euro zahlen müssen. Dem Saar-Sport ist durch dieses Gemauschel ein erheblicher Schaden entstanden. Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Entweder es stimmt nicht, dass die Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion 2013 nichts für Speisen und Getränke zahlen musste, während die SPD-Landtagsfraktion – wie andere Nutzer auch – eine normale Rechnung erhalten hat. Dann können die Verantwortlichen von LSVS und Landesregierung dies auch mitteilen. Oder es stimmt, dann muss es umgehend Konsequenzen haben. Aber einfach nichts tun und den Kopf in den Sand stecken, in der Hoffnung, dass bald Gras über die Sache gewachsen ist, ist keine Lösung. Die Saarländerinnen und Saarländer verlangen zu Recht Aufklärung. Wenn die Verantwortlichen nicht im Innenausschuss reden wollen, wird sich der Untersuchungsausschuss damit beschäftigen müssen.“ Fragwürdig sei auch, dass die Landesregierung die Gerüchte über einen angeblichen Wechsel eines LSVS-Verantwortlichen ins Innenministerium nicht abschließen klären wollte.