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28. Juni 2019

Oskar Lafontaine: Die betroffenen Kinder und Eltern sowie die saarländische Öffentlichkeit haben Anrecht auf eine Antwort der ehemaligen Ministerpräsidentin und Wissenschaftsministerin Kramp-Karrenbauer - seit wann wusste sie vom Missbrauch an der Homburge

Oskar Lafontaine: "Auch wenn der Chef der Staatskanzlei, Jürgen Lennartz, gestern bei der Ausschuss-Sitzung im Saar-Landtag erklärt hat, Annegret Kramp-Karrenbauer habe erst, wie er selbst, Mitte April diesen Jahres von den Missbrauchsfällen an der Homburger Uniklinik erfahren, haben die betroffenen Kinder und Eltern, sowie die saarländische Öffentlichkeit doch ein Anrecht darauf, dass sich die ehemalige Ministerpräsidentin und Wissenschaftsministerin endlich selbst erklärt. Sie muss die einfache Frage beantworten, ob und ab wann sie von den Missbrauchsfällen wusste. Und wenn sie tatsächlich nicht sichergestellt haben sollte, dass sie als Wissenschaftsministerin und Ministerpräsidentin von wichtigen Vorgängen an der zu ihrem Geschäftsbereich gehörenden landeseigenen Universitätsklinik mit rund 5000 Beschäftigen informiert wird - seit Jahren wussten zahlreiche Verantwortliche von den skandalösen Vorfällen -, ist dies ein verheerendes Bild und wirft ein äußerst schlechtes Licht auf die Amtsführung von Annegret Kramp-Karrenbauer."