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11. Mai 2021

Ralf Georgi: Bei jedem Neubau und bei jeder Sanierung einer Landstraße im Saarland muss künftig verpflichtend ein Radweg mitgedacht werden

„Bei jedem Neubau und bei jeder Sanierung einer Landstraße im Saarland muss künftig verpflichtend ein Radweg mitgedacht werden“, fordert Ralf Georgi, der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion im Saarländischen Landtag. „Das Land ist hier in der Pflicht, denn jahrelang ist kaum etwas passiert. In anderen Regionen wie dem Niederrhein oder dem Münsterland gehören gut ausgebaute Radwege neben den Landstraßen zum Standard, bei uns sind sie Mangelware. Wer es ernst meint mit einer ökologischen Verkehrswende, der darf nicht bürokratisch auf komplizierte Antragsverfahren und Radverkehrspläne verweisen, sondern der muss den Aus- und Neubau des Radwegenetzes bei jeder Straßenbau-Maßnahme mit einplanen. In den Städten und Gemeinden sind die Kommunen selbst verantwortlich und brauchen auch deshalb einen größeren finanziellen Spielraum. Und für die Radwege zwischen den Gemeinden muss das Land deutlich mehr tun. Dass zum Beispiel die Landstraße zwischen Saarbrücken-Dudweiler und St. Ingbert saniert wird, ohne dass irgendjemand an einen Radweg gedacht hat, ist ein Armutszeugnis. Ebenso wie die Tatsache, dass innerhalb von acht Jahren, zwischen 2011 und 2018, vom Land lediglich 25 Kilometer Radwege neu- und ausgebaut wurden, obwohl selbst nach Aussage der Landesregierung 141 Kilometer an Radwegen gefehlt haben.“