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7. April 2021

Astrid Schramm Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime im Saarland dürfen nicht schlechter behandelt werden als in anderen Ländern – Regelungen für Besuche und Aktivitäten anpassen

Astrid Schramm

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert Ministerpräsident Tobias Hans auf, dafür zu sorgen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime im Saarland nicht schlechter behandelt werden als in anderen Ländern. Deshalb müssten die Regelungen für Besuche und Aktivitäten in den Heimen verbessert werden. Die gesundheitspolitische Sprecherin Astrid Schramm: „Die Bewohnerinnen und Bewohner der Heime haben mit der Erst- und Zweitimpfung ihren Impfschutz, werden außerdem zweimal die Woche getestet. Ebenso wird bei jeder Besucherin und jedem Besucher ein Schnelltest durchgeführt. Dennoch genehmigt Gesundheitsministerin Bachmann nach wie vor Besucherregelungen, die beispielsweise nur einen 30minütigen Besuch pro Woche für eine Person und einen Bewohner vorsehen - und auch das oft nur in ausgewiesenen Besuchsbereichen und nicht in der vertrauten Umgebung wie den Zimmern der Bewohnerinnen und Bewohner. Zudem sind immer noch Aktivitäten wie gemeinsames Essen, Singen, Gymnastik und Yoga der geimpften und getesteten Menschen in den Heimen verboten. Die ‚Interessengemeinschaft gegen Covid-Beschränkungen in Seniorenheimen‘, deren Mitglieder selbst Angehörige in einem Heim haben, warnt daher davor, dass die alten Menschen bereits Zeichen physischer und psychischer Verwahrlosung zeigen: ‚Es gibt nichts mehr, auf was sie sich freuen können, viele Bewohner geraten durch die monatelange Isolation auch in Suizidgefahr.‘ Und sie weist zu Recht darauf hin, dass in anderen Bundesländern bereits seit Monaten Besuche in den Privatzimmern möglich sind, ohne dass es zu mehr Infektionsgeschehen in den Heimen gekommen ist. Gerade angesichts der testbasierten Öffnungsstrategie des Landes („Saarland-Modell“) sind diese Beschränkungen in den Heimen unverständlich und müssen umgehend korrigiert werden. Daher fordere ich Ministerpräsident Tobias Hans auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Lage der alten Menschen in den saarländischen Heimen verbessert wird und Depressionen, Vereinsamung und weitere seelische Schäden verhindert werden.“