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12. Dezember 2020

Astrid Schramm: Klares Schutzkonzept und mehr Tests für Bewohner und Beschäftigte saarländischer Alten- und Pflegeheime

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert von der Landesregierung ein klares Konzept mit konkreten Maßnahmen und Daten, wie die Menschen in den saarländischen Alten- und Pflegeheimen vor einer Corona-Infektion geschützt werden können. „Der emotionale Appell der Kanzlerin, die Großeltern-Generation besonders zu schützen, sollte doch konkrete Schritte zur Folge haben“, sagt die gesundheitspolitische Sprecherin Astrid Schramm. „Es ist unverständlich, wenn die Landesregierung nun einerseits wieder Besuche in den Zimmern der Bewohner erlaubt und die verantwortliche Ministerin Monika Bachmann gleichzeitig appelliert, im Zweifel keinen Gebrauch davon zu machen. Dieser Appell ersetzt kein klares Konzept und keine eindeutigen Vorgaben zum Schutz der Bewohner. Es reicht auch nicht aus, wenn Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling im Gesundheitsausschuss erklärt, man sei 'auf einem guten Weg', die Bewohner, Beschäftigten und Besucher der Alten- und Pflegeheime regelmäßig zu testen. Das Ziel, Bewohner nur alle ein bis zwei Wochen zu testen und die Intervalle vielleicht in ein paar Monaten zu verkürzen, ist zu kurz gegriffen, gerade die Alten müssen vor weiteren Corona-Ausbrüchen in den Heimen sofort und überall geschützt werden. In Bayern beispielsweise muss sich das Personal an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche testen lassen. Im Saarland werden dagegen die Heime zur Vorlage von Hygieneschutz-Konzepten aufgefordert, die dann vom Land genehmigt werden müssen, so drückt sich die Landesregierung vor der Verantwortung, Nötig wären aber klare landesweit einheitliche Vorgaben, die sicherstellen, dass wirklich alle Besucher überall und jederzeit mit einem Schnelltest getestet werden können und dass alle Bewohner und Beschäftigten überall mindestens zweimal die Woche wie in Bayern getestet werden, besser öfter. Die älteren Menschen in den Heimen leiden besonders unter der Krise, weil sie seit Monaten in Angst und weitgehender Isolation leben müssen. Für sie muss es dringend sofort Verbesserungen geben, die einerseits einen Schutz garantieren und andererseits auch soziale Kontakte.“

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