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20. Juni 2020

Ralf Georgi: Besserer Schutz des saarländischen Waldes ist wichtig – aber das beinhaltet auch einen Schutz vor neuen naturzerstörenden Windkraftanlagen

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag unterstützt die Forderung der Grünen nach einem neuem Waldschutzgesetz, fordert die Partei aber auf, im Sinne des Waldschutzes ihre Position zu Windkraftanlagen zu überdenken. Der umweltpolitische Sprecher Ralf Georgi: „Der saarländische Wald hat eine wichtige Funktion als Naherholungsraum und als funktionierendes Ökosystem und sollte nicht vorrangig durch Abholzung zur finanziellen Entlastung des Landeshaushaltes missbraucht werden. Das Saarland hat keinen einzigen Quadratmeter Wald als Schutz- oder Erholungswald ausgewiesen, auch weil der Wald für diese Regierung vor allem ein Wirtschaftsbetrieb ist. Deshalb muss ein deutlich größerer Anteil des Waldes von der Forstwirtschaft ausgenommen und vor Holzeinschlag geschützt werden, das fordert die Linksfraktion seit langem. Wer es allerdings ernst meint mit dem Schutz des Waldes, der darf die Abholzung und die Zerstörung geschlossener Waldgebiete nicht unterstützen, wenn es um den Bau riesiger Windkraftanlagen im Wald geht, wie es die Grünen tun. Das Bundesamt für Naturschutz und die Deutsche Wildtierstiftung haben in eindeutigen Stellungnahmen vor den gravierenden negativen Auswirkungen von Windkraftanlagen im Wald gewarnt (Bundesamt für Naturschutz: „Durch die direkte Überbauung und die Anlage von ergänzender Infrastruktur, die Scheuch- und Barrierewirkung sowie Beunruhigung (Bau- und Betriebslärm, Folgenutzungen, Wartungszyklen) gehen Lebensräume im Wald, speziell im Kronenbereich und im Luftraum darüber verloren. Auch bau- und betriebsbedingte Beeinträchtigungen und der Verlust von z.B. Brut-, Balz- und Nahrungsarealen sowie die Beeinträchtigung von Korridoren und Zugrouten sind erhebliche, nachteilige Auswirkungen...“ Deutsche Wildtierstiftung: „Mit dem Bau von Windenergieanlagen wird das komplexe Ökosystem Wald mit all seinen wichtigen Funktionen als Lebensraum, Nahrungsquelle und Klimaregulator schwer beeinträchtigt... Jährlich sterben bis zu 250.000 Fledermäuse und 12.000 Greifvögel an Windrädern!‘“). Wenn die Grünen die Natur und die Artenvielfalt wirklich schützen wollen, dann müssen sie auch gegen den Bau von Windkraftanlagen im Wald und in Nistgebieten geschützter Wildvögel vorgehen, sonst sind sie unglaubwürdig.“

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