14. Oktober 2015

Barbara Spaniol: CDU und SPD würgen Bürgerbeteiligung ab

DIE LINKE im Saarländischen Landtag kritisiert die Weigerung von CDU und SPD, zumindest an ausgesuchten Gymnasien eine Wahlmöglichkeit zwischen dem Abitur nach acht oder nach neun Jahren zu schaffen. Einen entsprechenden Antrag der Linksfraktion haben die Regierungsfraktionen heute mit ihrer Mehrheit abgelehnt. Dazu erklärt Barbara Spaniol, die bildungspolitische Sprecherin: „Der Erfolg der Elterninitiative hat gezeigt, dass sich viele Familien am Gymnasium mehr Zeit zum Lernen und darum dort eine grundsätzliche Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 wünschen. CDU und SPD haben die Wünsche und Probleme der Eltern einfach weggewischt. So wird Bürgerbeteiligung im Keim erstickt. Dabei ging es gar nicht darum, mit der Brechstange an allen Schulen alles zu verändern. Es ging um die Wahlfreiheit an einigen Gymnasien. Ein Blick in andere Bundesländer, wie Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein, zeigt, dass das möglich ist, ohne die Gemeinschaftsschulen oder andere Wege zum neunjährigen Abitur zu schwächen. Im Gegenteil, wir wollen eine Stärkung der Gemeinschaftsschule und fordern deshalb vom Bildungsminister erneut ein stimmiges Oberstufenkonzept und für die Schulen ausreichend Zeit, sich zu entwickeln, Profil aufzubauen und um Schüler zu werben. DIE LINKE sieht in einer Wahlmöglichkeit am Gymnasium eine Bereicherung des Bildungsangebots, der man sich nicht verschließen sollte.“