8. März 2019

Barbara Spaniol: Frauentag ist Kampf- und Streiktag gegen herrschende Ungerechtigkeit - Herabsetzung der Frauenwürde durch Bordellwerbung beenden

Zum heutigen Frauentag erklärt Barbara Spaniol, die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion und Vizepräsidentin des Saarländischen Landtags: „Eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern ist noch längst nicht erreicht. Die Führungsfunktionen in Politik und Wirtschaft sind nach wie vor größtenteils von Männern besetzt, Frauen verdienen noch immer im Schnitt weniger und Berufe, in denen größtenteils Frauen arbeiten, wie die Pflege- und Erziehungsberufe, sind weiterhin schlechter bezahlt. Niedriglöhne und Armutsrenten treffen nach wie vor zu einem großen Teil Frauen. Bordellwerbung preist Frauen sogar als Ware an. Wir müssen diese Ungerechtigkeiten beenden. Deshalb muss der 8. März stärker zum Kampf- und Streiktag für die Rechte der Frauen werden. Bordellwerbung, die Frauen herabsetzt, muss im ganzen Land verboten werden, wie es in manchen Städten schon geschieht. Hier könnte das Saarland Vorreiter werden, dafür wird sich DIE LINKE einsetzen. Löhne und Renten müssen wieder steigen, für Frauen wie für Männer gleichermaßen. Leiharbeit muss verboten und der Mindestlohn auf ein Niveau erhöht werden, das in Berufsleben wie im Alter vor Armut schützt. Und das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit darf kein Schlagwort bleiben. Die öffentliche Verwaltung auch bei uns ist in der Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass hochqualifizierte Frauen auch ‚hochqualifizierte‘ Stellen auf den Führungsetagen erhalten. Außerdem sind Informationen über Schwangerschaftsabbrüche Hilfsangebote von Ärztinnen und Ärzten und keine Skandale, die kriminalisiert werden dürfen.“