27. Februar 2015

Barbara Spaniol: Kleine Reformen können G8-Problem nicht lösen – grundsätzliche Wahlfreiheit und Stärkung der Gemeinschaftsschulen nötig

„Ein Förderprogramm und Lernbegleitung sind gut und schön, beheben das Problem G8 aber nicht, das für viele Schülerinnen und Schüler zu erheblichem Stress und Druck führt. Nötig bleibt die grundsätzliche Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 auch am Gymnasium und eine weitere Stärkung der Gemeinschaftsschulen.“ Mit diesen Worten reagiert Barbara Spaniol, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, auf die Ankündigung des Bildungsministeriums von kleineren Reformen an G8. „Viele Schülerinnen und Schüler leiden nun mal unter verstärktem Leistungs- und Zeitdruck in Folge von G8. Wir sollten deshalb dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und an Gymnasien die Wahlfreiheit schaffen. Außerdem brauchen die Gemeinschaftsschulen ein tragfähiges Oberstufenkonzept und ausreichend Zeit, ein Profil zu gewinnen und auch dafür zu werben. Wenn Bildungsminister Commercon erkennt, dass die Stoffdichte im achtjährigen Gymnasium zu hoch ist, begrüßen wir das. Aber nur des lieben Schulfriedens willen darf nicht jede Diskussion über Verbesserungen und Rahmenbedingungen weggedrückt werden. Die G9-Jetzt-Initiative hat eindrucksvoll gezeigt, wie flächendeckend der Protest ist. Und das muss ernst genommen werden.“