15. Mai 2018

Barbara Spaniol: Mehr Geld und Personal für unsere Schulen

DIE LINKE im Saarländischen Landtag fordert als Reaktion auf die Brandbriefe und Überlastungsanzeigen von Lehrerinnen und Lehrern mehr Geld und Personal für die Grund- und Gemeinschaftsschulen. Einen entsprechenden Antrag wird die Linksfraktion am Mittwoch in den Landtag einbringen. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt: „Wir würden uns wünschen, dass der Landtag möglichst geschlossen das Signal aussendet, dass wir die Lehrerinnen und Lehrer nicht alleine lassen wollen mit den Problemen und dass wir gemeinsam die Situation an den Grund- und Gemeinschaftsschulen verbessern wollen. Denn die Herausforderungen sind gewaltig: Die Armut wächst, die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander. Es gibt viele Kinder, die nicht oder nicht ausreichend deutsch sprechen können. Es gibt mehr Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. An manchen Schulen ist es längst der Normalfall, dass die Kinder von den Gebühren für die Schulbuchausleihe befreit sind, weil ihre Eltern so wenig Geld zur Verfügung haben. Die Lehrerinnen und Lehrer müssen immer mehr Sozialarbeit leisten. Und sie leisten dabei beachtliches, so haben an den Gemeinschaftsschulen mehr als 40 Prozent der Abiturienten keine Abitur-Empfehlung, sie hätten an einem Gymnasium also keine Chance bekommen. Die Lehrkräfte sollten bei ihrer wichtigen Arbeit mehr unterstützt werden. Wir brauchen deshalb kleinere Klassen und mehr Personal an den Schulen. Nötig wären eine zweite pädagogische Fachkraft pro Klasse, mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Psychologinnen und Psychologen. Die Antwort auf die zunehmenden Probleme und auf die Hilferufe der Kollegien kann kein ‚weiter so‘ sein.“