27. Oktober 2015

Barbara Spaniol: Verbesserungen an Gymnasien notwendig - Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 prüfen, feste Lehrer-Planstellen statt befristeter Verträge!

Anlässlich der Forderung des Vorsitzenden der Vereinigung der Oberstudiendirektoren der saarländischen Gymnasien (VOS), Peters, nach einer Verbesserung des G 8-Systems, erklärt Barbara Spaniol, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag: „Auch aus unserer Sicht geht es nicht um eine völlige Rückkehr zu G9, allerdings sehen wir als LINKE in einer Wahlmöglichkeit zwischen dem Abitur nach acht oder neun Jahren am Gymnasium, zumindest an ausgewählten Standorten, eine Bereicherung des Bildungsangebots, der man sich nicht verschließen sollte.“ Der Erfolg der Elterninitiative habe gezeigt, dass viele Familien sich mehr Zeit zum Lernen am Gymnasium wünschen. Spaniol dazu: „In Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und anderen Bundesländern gibt es ein Nebeneinander von G 8 und G9, ohne dass dafür Schulstrukturen geändert werden mussten. Damit es zudem eine wirkliche Wahlmöglichkeit auch zwischen Gymnasium und Gemeinschaftsschule im Saarland gibt, muss endlich ein stimmiges Oberstufenkonzept her." Zudem hält DIE LINKE Peters`Kritik an den schlechteren Einstellungschancen für Junglehrer für berechtigt. Spaniol: „Wir brauchen mehr Personal an Schulen zu anständigen Bedingungen, um einer Abwanderung des Lehrernachwuchses in andere Bundesländer vorzubeugen. Hier muss die Landesregierung Anreize schaffen. Dazu gehört die Anhebung der Eingangsbesoldung genauso wie die Schaffung von festen Planstellen statt befristeter Verträge. Nur so wird der Lehrerberuf wieder attraktiv. Hier muss die Landesregierung ihre Hausaufgaben endlich machen."