28. September 2010

Gondwana: Gutachter ging von falschen Voraussetzungen aus

Nach der heutigen Anhörung der Projektentwicklungsgesellschaft Andreas Waschk Consulting AWC im Untersuchungsausschuss Gondwana stellt die Obfrau der Linksfraktion, Barbara Spaniol fest:

„Die Gutachter gingen bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung des Gondwana-Projektes offenbar von falschen Voraussetzungen aus. Demnach nahm man an, es gäbe ein Gesamtkonzept mit Zoo/Tierpark und weiteren Attraktionen. Daraus wurden Werte für Besucherzahlen hochgerechnet bis zu 245.000. Dieser Wert ist bis heute nicht annähernd erreicht. Warum sollten auch Besucher wieder kommen, wenn es nur eine Attraktion gibt?

Der Rechnungshof hat in seiner Kritik noch eine Besucherzahl von etwa 180.000 zugrunde gelegt. Diese Kritik sehen wir erneut bestätigt. Es gibt bis heute kein schlüssiges Marketing-Konzept und die Marktanalyse war von Anfang an lückenhaft. Die Prognose zur Wirtschaftlichkeit des Gondwana-Parkes hat sich damit zulasten der saarländischen Steuerzahler entpuppt.  Das Gondwana-Projekt wurde auch schon anderen Bundesländern wie dem Land Sachsen angeboten. Dort hat die Regierung jede Beteiligungsfinanzierung abgelehnt, weil das Risiko zu hoch sei.“