12. November 2018

Jochen Flackus: Besserer ÖPNV zum Nulltarif nicht möglich

DIE LINKE im Saarländischen Landtag begrüßt die Einigung auf einen Tarifvertrag bei den kommunalen Busbetrieben mit der Gewerkschaft ver.di. Es sei auch positiv, dass die privaten Betriebe zu Verhandlungen mit ver.di bereit sind. Die Auseinandersetzung zeige aber, dass ein landesweiter Betrieb in öffentlicher Hand für den Busverkehr als wichtigen Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge nötig sei. Der verkehrspolitische Sprecher Jochen Flackus: „Landesweit fehlen Busfahrer, was auch an einer vergleichsweise schlechten Bezahlung vor allem bei den privaten Unternehmen, unattraktiven Arbeitszeiten und einer oftmals fehlenden Planbarkeit liegt. Kurzfristig wechselnde Schichten, Doppelschichten, wachsender Druck, unbezahlte Ruhezeiten und eine immer schwerer werdende Vereinbarkeit mit der Familie machen den Beruf nicht gerade attraktiv. Deshalb muss auch den politisch Verantwortlichen klar sein, dass eine Lösung zum Nulltarif nicht zu haben ist, sondern mehr Geld für einen besseren ÖPNV bereitgestellt werden muss. Und Betriebe, die versuchen, Betriebsratswahlen zu verhindern und Beschäftigte unter Druck setzen, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen wollen, sollten von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen werden."