10. Dezember 2021

Offener Brief an Anke Rehlinger: An welcher Stelle hat Oskar Lafontaine Verschwörungstheorien verbreitet?

Nachdem die stellvertretende saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger im Interview mit der „Saarbrücker Zeitung“ Oskar Lafontaine vorgeworfen hat, er würde in der Corona-Debatte „die Dinge auf den Kopf stellen, Verschwörungstheorien verbreiten und einer gesellschaftlichen Spaltung das Wort reden“, hat Jochen Flackus, der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, folgenden offenen Brief an die SPD-Politikerin geschrieben:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

unsere Fraktion hat mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass Sie in Ihrem heutigen Interview in der „Saarbrücker Zeitung“ behauptet haben, dass unser Fraktionsvorsitzender Oskar Lafontaine den Begriff Solidarität nutzen würde, „um die Dinge auf den Kopf zu stellen, Verschwörungstheorien zu verbreiten und einer gesellschaftlichen Spaltung das Wort zu reden“. Insbesondere der Vorwurf, dass Oskar Lafontaine Verschwörungstheorien verbreitet habe, hat dazu geführt, dass wir noch einmal aufmerksam seine Rede angehört haben, die mittlerweile von weit über einer Million Interessierten mit überwiegend großer Zustimmung gesehen wurde. Da wir nicht fündig geworden sind, bitten wir Sie, uns mitzuteilen, an welcher Stelle Oskar Lafontaine welche Verschwörungstheorie in dieser Rede oder einer anderen öffentlichen Meinungsäußerung verbreitet hat. Sie werden Verständnis dafür haben, dass wir daran interessiert sind, sicherzustellen, dass unser Fraktionsvorsitzender keine Verschwörungstheorien verbreitet, darum wären wir für einen entsprechenden Hinweis sehr dankbar.

Ich habe dieses Schreiben als offenen Brief verfasst, da sich die Öffentlichkeit für dieses Thema interessiert und bei uns auch eine Reihe von Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern eingegangen ist, die wissen wollen, welche Verschwörungstheorien Oskar Lafontaine denn verbreitet haben soll.

Mit freundlichen Grüßen,

Jochen Flackus