14. Juli 2017

Ralf Georgi: Schutz von Tieren steht über dem Schutz der Profitinteressen der Windkraft-Lobby

DIE LINKE im Saarländischen Landtag fordert Umweltminister Jost auf, keine Windkraft-Anlagen zu genehmigen, die eine Gefahr für streng geschützte Tierarten wie Rotmilane und Mäusebussarde darstellen. Der tierschutzpolitische Sprecher Ralf Georgi: „Es ist widersinnig, Natur zu zerstören und das Leben von Tieren zu gefährden, um angeblich die Natur zu schützen. Die Bürgerinitiative am Höcherberg weist zu Recht darauf hin, dass 500 Meter von den geplanten Anlagen entfernt Rotmilane brüten. Es gehört zu den vornehmsten Aufgaben eines Umweltministers, sich für den Schutz der Umwelt und der Tiere einzusetzen. Rotmilan und Mäusebussard stehen beide unter dem besonderen Schutz der Berner Konvention von 1979. Es ist verboten, diese Tiere zu fangen, zu beunruhigen oder zu töten. Sie gehören auch wie alle heimischen Greifvögel zu den streng geschützten Vogelarten im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes. Diese Gesetze können nicht einfach ignoriert werden, um freie Fahrt für die Profitinteressen der Windkraft-Lobby zu gewährleisten. DIE LINKE fordert den Umweltminister auf, diesen Vorgang noch einmal zu prüfen und keine Genehmigung zu erteilen, wenn in der Nähe Rotmilane oder Mäusebussarde brüten.“