20. Oktober 2015

Astrid Schramm und Barbara Spaniol: Gutachten über Pingusson-Bau offenlegen – weitere Nutzung in Saarbrücker Stadtplanung einbinden

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert die Landesregierung auf, das neue Gutachten über die Kosten einer Sanierung des Saarbrücker Pingusson-Baus offenzulegen. Nötig sei zudem eine ergebnisoffene Diskussion über die künftige Nutzung des Gebäudes. Die Abgeordneten Astrid Schramm und Barbara Spaniol haben dazu eine Anfrage an die Regierung gestellt. Sie wollen wissen, wie teuer der reine Erhalt der Bausubstanz ohne Sanierung ist, wie die Verträge mit dem Eigner der Alten Hauptpost ausgestaltet sind und ob die Landesregierung am Beschluss des Ministerrats festhält, dass das Ministerium für Bildung und Kultur nach einer Sanierung wieder in den Pingusson-Bau zurückkehren soll, oder ob sie mittlerweile andere Alternativnutzungen bevorzugt. „Wichtig ist, dass dieser historische Bau erhalten bleibt und dass seine Nutzung in ein stadtplanerisches Ganzes eingebunden ist“, so Astrid Schramm. „Deshalb muss das Land die Landeshauptstadt bei Sanierung und Nutzung mit an den Tisch holen.“ Barbara Spaniol ergänzt: „Wenn der Kultusminister jetzt erklärt, dass er für einen Erhalt des Pingusson-Baus ist, dann begrüßen wir das. Nach den schlechten Erfahrungen mit dem Vierten Pavillon und dem HTW-Neubau sollte hier aber gründlicher und seriöser vorgegangen werden. Eine öffentlich-private Partnerschaft, die noch immer einer der Hauptgründe dafür ist, dass es beim HTW-Bau nicht vorangeht, sollte bei diesem Vorhaben nicht geschlossen werden.“ Schramm und Spaniol wollen daher auch wissen,  ob es bereits Gespräche über eine mögliche Ko-Finanzierung der Sanierung mit dem Bund, der EU oder anderen Institutionen und Organisationen gibt, beziehungsweise ob diese angestrebt werden.