21. Januar 2016

Astrid Schramm und Barbara Spaniol: Landesregierung bei Pingusson-Bau völlig planlos

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag kritisiert, dass die Landesregierung noch immer kein Konzept für den Umgang mit dem Saarbrücker Pingusson-Bau hat. Auf eine entsprechende Anfrage der Abgeordneten Astrid Schramm und Barbara Spaniol konnte die Regierung weder verwertbare Angaben über die Kosten einer Sanierung des Baus machen („Die Frage kann nicht zuverlässig pauschal beantwortet werden. Die Kosten hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, die derzeit noch nicht abschließend geklärt sind.“) noch über eine mögliche weitere Nutzung („Es gibt verschiedene Überlegungen innerhalb der Regierung. Sobald alle notwendigen Informationen vorliegen, wird der Ministerrat sich erneut mit der Thematik beschäftigen und eine Entscheidung treffen.“). „Wie in vielen anderen Bereichen ist die Regierung auch beim Thema Pingusson-Bau völlig ratlos“, so Schramm, die auch Landesvorsitzende der Saar-Linken ist. „Der Bau steht seit Jahren leer und verfällt. Das Land gibt pro Monat 8000 Euro dafür aus, dass das Gebäude nicht völlig zusammenkracht und auf der anderen Seite rund 120.000 Euro Miete für die Alte Hauptpost. Aber ob das Bildungsministerium wieder in den Pingusson-Bau zurückkehren soll, wie der Ministerrat eigentlich beschlossen hat, kann keiner beantworten.“ Barbara Spaniol ergänzt: „Es ist bemerkenswert, dass die Regierung im Sommer 2014 eine Untersuchung der Betonfassade in Auftrag gegeben hat, die Gesamtkosten der Sanierung aber ‚kein Gegenstand dieser speziellen Begutachtung waren‘. Seitdem wurden offenbar auch keine weiteren Anstrengungen mehr unternommen, die Gesamtkosten herauszufinden. Dabei sind sie doch die Grundlage für das weitere Vorgehen. So erklärt die Regierung nur nebelhaft, dass die Gutachter Instandsetzungsarbeiten vorgeschlagen haben, die sich auf rund zwei Millionen Euro belaufen, ‚jedoch nur einen kleinen und  eher untergeordneten Teil einer möglichen Gesamtmaßnahme darstellen‘. Diese Planlosigkeit ist gerade bei einem kulturpolitisch bedeutsamen Baudenkmal , bei dieser ‚gebauten Geschichte‘  wie dem Pingusson-Bau abenteuerlich.“