28. Juli 2015

Prof. Heinz Bierbaum: HTW im Pingusson-Bau als Teil eines stimmigen Gesamtkonzepts prüfenswert

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag begrüßt den Vorschlag des HTW-Direktors Rommel, den Saarbrücker Pingusson-Bau für die HTW zu nutzen. Der parlamentarische Geschäftsführer und langjährige HTW-Professor Heinz Bierbaum erklärt: „Eine wachsende und attraktive Hochschule braucht ausreichend Platz und ein stimmiges Raumkonzept. Land und Stadt müssen dies unterstützen, denn Hochschulen sind für die Entwicklung unserer Region von besonderer Bedeutung. Das ehemalige Kultusministerium für die Hochschule nutzbar zu machen hätte den Charme, dass einerseits der Pingusson-Bau eine neue Nutzung erfährt und andererseits eine gezielte Weiterentwicklung des HTW-Campus Alt-Saarbrücken und eine Förderung studentischen Lebens in unmittelbarem Umfeld der Hochschule, eingebunden in ein Stadtteil-Entwicklungskonzept, möglich wird. Es ist ein gutes Signal, dass Herr Rommel wieder auf den Standort Saarbrücken setzt. Damit aus einem interessanten Vorschlag nicht wieder die nächste Luftnummer wird, müssen HTW-Leitung, Land und Stadt schnell an einen Tisch und ein entsprechendes tragfähiges Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeiten. Dies darf kein Stückwerk sein, sondern muss auch den Sanierungsbedarf der HTW-Altbauten in Alt-Saarbrücken sowie das kernsanierte Hochhaus beinhalten. Es bietet sich die Chance, Hochschule und bezahlbaren Wohnraum für Studierende, studentisches Leben und Arbeiten in einem Stadtteil zu konzentrieren. Das würde die HTW sicher noch attraktiver machen und die Stadt stärken. Diese Chance muss genutzt werden. Die Landesregierung darf weder den schützenswerten Pingusson-Bau verfallen lassen, noch weiter so herumstümpern, wie sie das in der Vergangenheit getan  hat. Auch für das HTW-Hochhaus muss es endlich einen klaren Eröffnungstermin geben. Niemand kann verstehen, warum der Umbau von Treppenhäusern und die Verbreiterung von Türen zur Einhaltung der Brandschutz-Vorschriften dort auch nach über einem Jahr nicht voran kommt. Eine Lehre muss die Landesregierung aus diesem Pannenprojekt auf jeden Fall ziehen: Eine völlig verkorkste öffentlich-private Partnerschaft wie diese darf es bei der Sanierung des Pingusson-Baus nicht mehr geben.“